COVID-19:
Unterstützung und Informationen

Covid-Massnahmen Kultur einfach erklärt II. Film von Estelle Gattlen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 31. März 2021 die Änderungen der Covid-19-Kulturverordnung verabschiedet. Die Kulturschaffenden erhalten rückwirkend Ausfallentschädigungen ab dem 1. November 2020. Ihre Einbussen werden somit ohne Unterbruch ab dem 20. März 2020 gedeckt. Diese Unterstützung wird zudem auf die Freischaffenden ausgedehnt. Die Voraussetzungen für die Gewährung von Nothilfe werden ebenfalls gelockert. Die Änderung der Covid-19-Kulturverordnung tritt am 1. April 2021 in Kraft.

Das Covid-19 Gesetz wurde am 25. September gutgeheissen. Es überführt die noch nötigen Massnahmen, die der Bundesrat seit dem 13. März 2020 zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie erlassen hat, in ordentliches Recht, darunter auch Unterstützungsmassnahmen für den Kultursektor. Wer durch die aktuelle Pandemie-Situation in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, kann Unterstützung beantragen. Die Informationen zu den Massnahmen zur Abfederung der wirtschaflichen Folgen werden laufend aktualisiert.


MASSNAHMEN FILMFESTIVALS UND FILMFÖRDERUNG

Swiss Films: Festival Updates und Support Massnahmen COVID-19
BAK: Massnahmen im Bereich Filmförderung


SOFORTHILFE BEI DRINGENDER WIRTSCHAFTLICHER NOTLAGE

Alle Kulturschaffenden mit Wohnsitz in der Schweiz, die hauptberuflich* tätig sind und von der Verordnung nicht explizit ausgeschlossen werden (siehe Erläuterungen zu Art. 2 der Covid-Verordnung Kultur) sowie eine Nothilfe benötigen, können ein Gesuch bei Suisseculture Sociale einreichen.

Bevor ein Gesuch bei Suisseculture Sociale gestellt wird, müssen alle ein Gesuch um EO-Entschädigung einreichen. Über die Gesuchstellung bei der EO muss Suisseculture Sociale informiert werden, eine schriftliche Bestätigung des EO-Gesuchs ist hingegen nicht nötig. Wenn bei jemandem bereits das EO-Gesuch explizit abgelehnt wird (nur das Gesuch!), dann soll er bei Suisseculture Sociale trotzdem einreichen, muss aber die Ablehnung des EO-Gesuchs begründen. Dies gilt auch für Kulturschaffende, die bisher nicht bei einer SVA formell als selbständig erwerbend gemeldet sind.

* Gemäss Art. 6 Abs. 2 Kulturförderverordnung: Alle, die mit ihrer kulturellen Tätigkeit mindestens die Hälfte des Lebensunterhaltes finanzieren oder mindestens die Hälfte der Normalarbeitszeit für die kulturelle Tätigkeit einsetzen.


Auch bei suissimage gibt es einen Solidaritätsfonds für Hilfe in Not.


ERWERBSAUSFALL FÜR SELBSTÄNDIGERWERBENDE

Dieses Modell ist nicht auf Kulturschaffende beschränkt. Es geht um Erwerbsausfall für Selbständigerwerbende, in manchen Kantonen kann man bereits Gesuche ausfüllen. ACHTUNG. Dieser Weg ist nicht zu verwechseln mit der konkreten Ausfallentschädigung! Neu erhalten auch Selbständigerwerbende eine Entschädigung, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen der Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben. Diese Massnahme wurde verlängert bis am 16. September 2020.


ENTSCHÄDIGUNG FÜR ABGESAGTE PROJEKTE UND VERANSTALTUNGEN

Kulturschaffende und Kulturunternehmen, denen aus der Absage oder der Verschiebung von Veranstaltungen oder Projekten bzw. aus Betriebsschliessungen ein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist, können bis spätestens 20. Mai 2020 bei Ihrem Wohnkanton eine Entschädigung beantragen. Die Ausfallentschädigung deckt höchstens 80 Prozent des finanziellen Schadens.

Kulturschaffende müssen ihren Antrag auf Ausfallentschädigung an den jeweiligen Wohnkanton richten. Kulturunternehmen müssen ihren Antrag auf Soforthilfe oder Ausfallentschädigung an den Kanton, in dem sie ihren Sitz haben, richten.

Kantonale Anlaufstellen (wird vorzu von SONART aktualisiert)


KURZARBEIT FÜR ANGESTELLTE

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) deckt den von Kurzarbeit betroffenen Arbeitgebern über einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden. Im Gegensatz zur Arbeitslosenentschädigung werden die Leistungen an den Arbeitgeber ausgerichtet. Jeder Arbeitnehmende hat jedoch das Recht, die Kurzarbeitsentschädigung abzulehnen.

Um Arbeitgebende, die wegen des neuen Coronavirus in Schwierigkeiten geraten, schnell und unkompliziert zu unterstützen, hat das SECO den administrativen Aufwand für die Meldung von Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus vereinfacht. Zudem hat der Bund weitere Massnahmen getroffen, um Betroffene effektiv zu unterstützen, siehe hier.

Kurzarbeitsentschädigung (KAE) Wie vorgehen? - Alles auf einen Blick


NÜTZLICHE LINKS

SSFV - Schweizer Syndikat Film und Video
ARF / FDS - Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz
AROPA - Association Romande de la production audiovisuelle
SONART - Musikschaffende Schweiz
Z-Kubator - Infos für Kulturschaffende, Selbstständige und Unternehmen